Erhalt der Weidetierhaltung Weidetierhaltung muss bleiben!

Als regionaler Abgeordneter und Sprecher für Bundes- und Europaangelegenheiten der niedersächsischen Landtagsfraktion liegt mir die Wesermarsch und der Erhalt der Weidetierhaltung sehr am Herzen. Ich unterstütze darüber hinaus allerdings auch ganz klar die Aussagen des EU-Umweltkommissar Karmenu Vella, den strengen Schutzstatus des Wolfs nicht zu ändern.

Seit Anfang der 2000-er Jahre ist der Wolf in Deutschland zurück. Dass er sich aufgrund des hohen Schutzes, den er genießt, weiter ausbreiten wird, war also jedem seit Jahren klar.

Wenn der niedersächsische Umweltminister, Olaf Lies (SPD) nun meint, durch Änderung des Schutzstatus und Abschuss einzelner Tiere, den Weidetierhaltern zu helfen, ist das ihnen Sand in die Augen zu streuen. Jeder geschossene Wolf macht Platz für den nächsten, der kommen wird. Viel hilfreicher wäre es also, die Weidetierhalter effektiv mit finanziellen Mitteln zu effizienten Schutzmaßnahmen zu verhelfen, sie zu schulen, sie auch zu verpflichten die Nutztierhaltungsverordnung auch effektiv umzusetzen. Bei Verlust von Nutztieren, die sich niemals ganz vermeiden lassen, muss zeitnah eine finanzielle Kompensation stattfinden. Entsprechende finanzielle Unterstützung für alle Maßnahmen wird die EU leisten, dafür stehen diverse EU-Fördermittel zur Verfügung, sie müssen nur abgerufen werden.Die Diskussion als Schwarz-Weiß-Debatte zu führen hilft niemanden. Es ist an der Zeit, endlich die Hausaufgaben zu machen, die seit Jahren in Niedersachsen anstehen.

Die neuesten verbindlichen Aussagen zum Wolf von Herrn EU-Umweltkommissar Karmenu Vella finden sich unter dem beigefügten Link:
www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/EU-Kommission-will-Wolf-nicht-zum-Abschuss-freigeben

 

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