Rückbau AKW Esenshamm Pancscu: Rückbau muss transparenter werden und Strahlenmessgrenzwerte müssen angepasst werden

Dragos Pancescu, grüner Abgeordneter aus der Wesermarsch fordert ein transparentes Verfahren: „Das AKW ist abgeschaltet, doch auch der Rückbau und die Entsorgung der Abfälle bedeuten erhebliche Strahlungsrisiken. Es muss das Minimierungsgebot des Strahlenschutzes beachtet werden, um unnötige Gefahren für Mensch und Umwelt zu vermeiden. Dafür braucht es ein transparentes Verfahren, was eine Beteiligung der Öffentlichkeit über den gesamten Rückbauzeitraum ermöglicht. Die öffentlich stattfindende Sitzung des Bauausschusses kann nur der Auftakt zu einem größtmöglichen Beteiligungsverfahren aller, von den Plänen Betroffenen sein.“

„Der nächste Schritt des Ministers für Umwelt, Olaf Lies (SPD), muss eine Bundesratsinitiative zur Überprüfung des zulässigen Grenzwertes und einer Anpassung auf die heute geltenden wissenschaftlichen Standards für Strahlenwerte sein.“, so Pancescu weiter.

Miriam Staudte, Atom-Expertin der Grünen im Landtag erklärt: „Soweit wir wissen, lagern immer noch beschädigte Brennstäbe im Abkling-Becken. Diese defekten, strahlenden Atom-Abfälle können nicht mit den üblichen Techniken aus dem Becken entfernt und in Castoren verpackt werden.“ Die Grünen wollen nun wissen, was mit den defekten Teilen passieren soll. Staudte weiter: „Keinesfalls dürfen die Abfälle - wie im AKW Brokdorf geschehen – ins Ausland verschickt werden. Das widerspricht dem Export-Verbot für Atommüll.“

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