Strahlungsrisiko für MitarbeiterInnen, AnwohnerInnen und die Umwelt Pancescu: Kein AKW-Bauschutt auf die Deponie Käseburg!

Bauschutt aus dem Abriss des Atomkraftwerks Esenshamm soll nicht auf der Deponie Brake-Käseburg entsorgt werden, das fordert der grüne Landtagsabgeordnete Dragos Pancescu aus der Wesermarsch. „Die Deponie ist für die Entsorgung AKW-Bauschutt nicht geeignet. Es darf nicht nur darum gehen, dem Betreiber einen billigen Entsorgungsweg zu garantieren.“ Der AKW-Bauschutt würde einen unzulässig großen Anteil an den Einlagerungen auf der Deponie Käseburg in Anspruch nehmen, was ein erhöhtes Strahlungsrisiko für MitarbeiterInnen, AnwohnerInnen und die Umwelt bedeute. „Das Minimierungsgebot des Strahlenschutzes muss beachtet werden,“ so Dragos Pancescu.

Miriam Staudte, Atom-Expertin der grünen Landtagsfraktion, fordert eine grundsätzliche Reform der sogenannten „Freigabe“ von Abfällen aus dem AKW-Rückbau. „Jede Strahlenbelastung ist ein Gesundheitsrisiko – es gibt keinen Schwellenwert, der unbedenklich wäre. Die Vorgaben der Strahlenschutzverordnung müssen auf den Prüfstand. Die bisherige Praxis ist nicht dafür ausgelegt, dass im Zuge des Atomausstiegs quasi alle Atomkraftwerke in Deutschland zeitgleich abgebaut werden. Nun fallen in einem kurzen Zeitraum große Mengen an AKW-Bauschutt an, dafür muss es eine vertrauenswürdige Entsorgungsstrategie geben.“

Beim Rückbau von Atomkraftwerken fallen große Mengen von Abfällen an, die im sogenannten Verfahren der „Freimessung“ nach Strahlenschutzverordnung aus der strahlenrechtlichen Aufsicht entlassen werden. AKW Bauschutt kann demnach wie konventioneller Abfall auf Deponien eingelagert oder als Baustoff recycelt werden, z.B. im Straßenbau.

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