Platzmangel in Frauenhäusern GRÜNE setzen sich für Rechtsanspruch ein

Auch in Oldenburg fanden Betroffene keinen Platz in einem Frauenhaus, weiß der regionale Landtagsabgeordnete Dragos Pancescu.

„Wenn Frauen, die von ihrem Partner misshandelt werden, keinen Zufluchtsort in einem Frauenhaus finden, weil nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, dann müssen wir schleunigst ein bedarfsgerechtes Platzangebot schaffen. Außerdem müssen wir die Finanzierung der Frauenhäuser endlich auf eine verlässliche Grundlage stellen. Deshalb setzen wir uns auch für einen Rechtsanspruch ein“,

so Pancescu.

Der Schutz von Frauen vor Gewalt ist Aufgabe der einzelnen Kommunen. Das Land fördert die Frauenhäuser zudem mit 4,26 Mio. Euro pro Jahr. Mit dem Rechtsanspruch müsste eine verbindliche Finanzierung durch Bund, Land und Kommunen einhergehen. Pancescu ist darüber noch ein weiterer Aspekt wichtig: „Die schutzsuchenden Frauen befinden sich in sehr unterschiedlichen Lebenslagen und haben dementsprechend vielfältigen Unterstützungsbedarf. Wir brauchen also ein differenziertes Betreuungs- und Beratungsangebot, um den Frauen den Weg zurück in die Selbstständigkeit zu ebnen.“

Zum Hintergrund
Niedersachsen verfügt über 41 Frauenhäuser mit insgesamt 370 Plätzen und wird damit den Vorgaben der kürzlich in Kraft getretenen Istanbul-Konvention, die die Mitgliedstaaten des Europarates zu Mindeststandards beim Gewaltschutz von Frauen verpflichtet, nicht gerecht.

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