Pressemeldung Nr. 108 vom

Grüne wollen 2000 Jahre altes Römerlager vor dem Kiesbagger schützen Eva Viehoff: Kulturminister Thümler muss historisch wertvolle Stätte erhalten

Darum geht‘s

Über 10.000 Menschen haben sich in einer Petition für den Erhalt des nordöstlichsten Römerlagers bei Hannover ausgesprochen. Die gut erhaltene aber noch weitgehend unerforschte Fläche auf der vor 2000 Jahre mehrere römische Legionen campierten, soll aus dem Raumordnungsprogramm des Landes als Kiesabbaugebiet gestrichen werden.  Am Mittwoch stimmt der Landtag auf Antrag der Grünen über den Erhalt des Römerlagers ab.

Das sagen die Grünen

Eva Viehoff, kulturpolitische Sprecherin

„Ein so wichtiges historisches Kulturgut wie das Römerlager bei Hannover darf nicht dem Kiesbagger zum Opfer fallen. Kulturminister Björn Thümler darf nicht achselzuckend zuschauen, wie hier eine weltweit bedeutende Stätte unwiederbringlich für die Rohstoffgewinnung zerstört wird. Alle Expert*innen betonen die hohe Bedeutung des nordöstlichsten entdeckten Marschlagers mehrerer Legionen aus der römischen Besatzungszeit Germaniens vor über 2000 Jahren. Die vielen Funde können weitere Erkenntnisse bringen und das Land sollte die Stätte auch als historischen Lernort zusammen mit den Initiativen vor Ort erhalten und nutzen.“

Dragos Pancescu, Sprecher für Petitionen

„Die Petition war die erste in Niedersachsen, die in öffentlicher Anhörung im Landtag mit vielen Wissenschaftlern behandelt werden musste. Alle machten klar, was für ein historisch bedeutender Schatz hier erhalten werden muss. Wir Grüne unterstützen das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die Fläche des Römerlagers aus dem Landesraumordnungsprogramm zu streichen. Dass dies rechtlich und ohne Schadensersatz möglich ist, hat das Raumordnungsministerium von Barbara Otte-Kinast eingeräumt. Nur weil Kulturminister Thümler die Reduzierung der Rohstoffabbbaufläche für das Römerlager nicht im Kabinett angemeldet hat, ist es in der aktuellen Weiterentwicklung noch nicht enthalten. Wir wollen dem Begehren der Petenten nachkommen und keinen Kiesabbau auf der Fläche.“

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