Kultur fördern

Es zieht sich durch die gesamte Corona-Pandemie, dass die Landesregierung die Interessen von Kulturschaffenden übergeht. Mit dem im Juli ausgelobten Stipendienprogramm kommt erneut ein Vorschlag aus dem zuständigen Ministerium, das den Namen ‚Stipendium‘ nicht verdient und völlig an den Bedürfnissen der Szene vorbeigeht. Das Förderkonzept hatte einen viel zu kurzen Antragszeitraum: Lediglich einen Monat Zeit gab es für die Antragstellung. Das Budget ist mit zwei Millionen Euro deutlich geringer, als vergleichbare Programme in anderen BundesländernUnd: Es erlaubt - entgegen aller anderen Stipendienprogramme - keine Förderung der eigenen Arbeitszeit. Man muss sich bei solchen Rahmenbedingungen fragen: Hat eigentlich niemand mit Vertreter:innen aus der Szene gesprochen? Die traurige Antwort lautet wohl: Nein.Das muss jetzt dringend aufgeholt werden! Das Programm muss neu aufgelegt und Fehler korrigiert werden. Das Ministerium täte gut daran es auch deutlich auszuweiten! – Denn Sonst gehen große Teile des Geldes einfach wieder zurück an das Ministerium.

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