Rede zum Tierhandel im Internet Registrierungs- und Chippflicht einführen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Schon seit langem steht der Online-Handel mit Haustieren in der Kritik. Ein riesiger Markt, mit enormen Gewinnmargen, aber auch mit einem wahnsinnigen Tierleid. Hundewelpen und Katzenbabys werden in Vermehrungsstationen in Osteuropa in Massen „produziert“- anders kann man das nicht beschreiben - um dann für viel Geld vermittelt zu werden. Gerade in der letzten Woche berichtete der NDR über einen vom Zoll gestoppten Transport mit vier Zwergspitz-Welpen, die viel zu früh von der Mutter getrennt wurden. Aber die 2000€ pro Tier waren wohl zu verlockend, um zu warten.

Die Muttertiere werden in den Vermehrungsstationen unter unsäglichen Bedingungen als Gebärmaschinen gehalten und nach Verschleiß aussortiert. Solche Transporte auf der Autobahn zu stoppen, ist für den Zoll wie die Suche der Nadel im Heuhaufen.

Insofern begrüßen wir Grünen, dass die Regierungsfraktionen hier einen Antrag vorgelegt haben, um diesen Online-Handel aus der Anonymität zu holen. Wer mit lebenden Tieren handelt, muss auch seinen Namen preisgeben. Wir begrüßen auch die Einschränkung von Tiervermittlung über Social Media-Plattformen, sowie eine europaweite Chippflicht für Hunde und Katzen, und können uns diese im Übrigen auch für weitere Tierarten vorstellen.

Hamburg hatte das Thema Online-Tierhandel ja auch schon unter Rot-Grün vorangetrieben - doch die Bundesregierung bleibt bislang untätig.

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Rede zum Tierhandel im Internet Registrierungs- und Chippflicht einführen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Schon seit langem steht der Online-Handel mit Haustieren in der Kritik. Ein riesiger Markt, mit enormen Gewinnmargen, aber auch mit einem wahnsinnigen Tierleid. Hundewelpen und Katzenbabys werden in Vermehrungsstationen in Osteuropa in Massen „produziert“- anders kann man das nicht beschreiben - um dann für viel Geld vermittelt zu werden. Gerade in der letzten Woche berichtete der NDR über einen vom Zoll gestoppten Transport mit vier Zwergspitz-Welpen, die viel zu früh von der Mutter getrennt wurden. Aber die 2000€ pro Tier waren wohl zu verlockend, um zu warten.

Die Muttertiere werden in den Vermehrungsstationen unter unsäglichen Bedingungen als Gebärmaschinen gehalten und nach Verschleiß aussortiert. Solche Transporte auf der Autobahn zu stoppen, ist für den Zoll wie die Suche der Nadel im Heuhaufen.

Insofern begrüßen wir Grünen, dass die Regierungsfraktionen hier einen Antrag vorgelegt haben, um diesen Online-Handel aus der Anonymität zu holen. Wer mit lebenden Tieren handelt, muss auch seinen Namen preisgeben. Wir begrüßen auch die Einschränkung von Tiervermittlung über Social Media-Plattformen, sowie eine europaweite Chippflicht für Hunde und Katzen, und können uns diese im Übrigen auch für weitere Tierarten vorstellen.

Hamburg hatte das Thema Online-Tierhandel ja auch schon unter Rot-Grün vorangetrieben - doch die Bundesregierung bleibt bislang untätig.