Dragos Pancescu: Rede zum europäischen Jugendaustausch (Antrag SPD/CDU)

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren,

wir haben den vorliegenden Antrag von SPD und CDU heute in der Ersten Beratung.

Es wird deutlich: das Spektrum der Möglichkeiten und Ansätze ist breit, die Nachfrage ist groß, der Koordinierungs- und Beratungsbedarf riesig.

Aber um in Europa - Chancen für alle zu gewährleisten – wie der Antrag betitelt wird, reicht es nicht aus eine Bestandsaufnahme und Zusammenfassung des Status Quo zu erwähnen.

Und als bewusste Parlamentarier liebe Kolleginnen und Kollegen, bitten wir nicht die Landesregierung darum zu handeln sondern wir fordern sie auf.

Die zentrale Forderung dieses Antrages ist im Wesentlichen darauf gerichtet, allen unter 25-jährigen Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens mindestens einen zweiwöchigen EU-Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.

Das Anliegen und die Vorschläge der beiden Fraktionen unterstützen wir, aber:

Ihre Aussagen und Formulierung müssen aber konkreter und Europäischer sein.

Wir möchten, vorerst, dass alle Europäischen Einwohner Niedersachsen diese Möglichkeit bekommen sollen. Sei es der Griechische Medizinstudent aus Hannover, der Italienische Sozialpädagogik studierende aus Lüneburg oder der Französische Informatikstudierende aus Oldenburg.

Und nicht nur die deutschen Staatsbürger Niedersachsens wie in Ihrem Antrag.

Europa muss für junge Menschen aus Niedersachsen erfahrbar sein. Von Oslo bis nach Athen, von Lissabon bis nach Bukarest sollen sich alle Europäer, alle Menschen in Niedersachsen zuhause fühlen.

Ein weiterer Baustein des Antrags ist das Erasmus-Programm. Sein Name kommt nicht von ungefähr. Erasmus von Rotterdam kam während seiner Studienzeit viel herum; Paris, Hertfordshire, Turin, Venedig, Cambridge und Basel waren Stationen, die ihn prägten und sowohl seine Studien als auch sein Leben bereicherten.

Wenn wir allen jungen Menschen heute davon ein kleines oder auch größeres Stück vermitteln könnten, wäre das ein großes Erfolg für Niedersachsen, ein großer Erfolg für Europa.

Wir begrüßen, dass der Antrag nicht nur auf Austauschprogramme in der Universität und der Schule erwähnt, sondern auch verstärkt gute Programme in Ausbildungen fördern möchte.

Denn genau dort müssen diese Programme noch mehr beworben werden und zum Zuge zu kommen.

Keine gesellschaftliche Gruppe darf vernachlässigt werden.

Gesellschaftlicher und finanzieller Benachteiligung müssen wir stoppen.

Der europäische Austausch muss in der Jugendarbeit eine Selbstverständlichkeit werden, damit die Begeisterung der jungen Menschen konstruktiv für internationale Begegnungen genutzt werden kann.

Und zuletzt brauchen wir mehr europäisches Geld und weniger Bürokratie.

 

 

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Dragos Pancescu: Rede zum europäischen Jugendaustausch (Antrag SPD/CDU)

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren,

wir haben den vorliegenden Antrag von SPD und CDU heute in der Ersten Beratung.

Es wird deutlich: das Spektrum der Möglichkeiten und Ansätze ist breit, die Nachfrage ist groß, der Koordinierungs- und Beratungsbedarf riesig.

Aber um in Europa - Chancen für alle zu gewährleisten – wie der Antrag betitelt wird, reicht es nicht aus eine Bestandsaufnahme und Zusammenfassung des Status Quo zu erwähnen.

Und als bewusste Parlamentarier liebe Kolleginnen und Kollegen, bitten wir nicht die Landesregierung darum zu handeln sondern wir fordern sie auf.

Die zentrale Forderung dieses Antrages ist im Wesentlichen darauf gerichtet, allen unter 25-jährigen Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens mindestens einen zweiwöchigen EU-Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.

Das Anliegen und die Vorschläge der beiden Fraktionen unterstützen wir, aber:

Ihre Aussagen und Formulierung müssen aber konkreter und Europäischer sein.

Wir möchten, vorerst, dass alle Europäischen Einwohner Niedersachsen diese Möglichkeit bekommen sollen. Sei es der Griechische Medizinstudent aus Hannover, der Italienische Sozialpädagogik studierende aus Lüneburg oder der Französische Informatikstudierende aus Oldenburg.

Und nicht nur die deutschen Staatsbürger Niedersachsens wie in Ihrem Antrag.

Europa muss für junge Menschen aus Niedersachsen erfahrbar sein. Von Oslo bis nach Athen, von Lissabon bis nach Bukarest sollen sich alle Europäer, alle Menschen in Niedersachsen zuhause fühlen.

Ein weiterer Baustein des Antrags ist das Erasmus-Programm. Sein Name kommt nicht von ungefähr. Erasmus von Rotterdam kam während seiner Studienzeit viel herum; Paris, Hertfordshire, Turin, Venedig, Cambridge und Basel waren Stationen, die ihn prägten und sowohl seine Studien als auch sein Leben bereicherten.

Wenn wir allen jungen Menschen heute davon ein kleines oder auch größeres Stück vermitteln könnten, wäre das ein großes Erfolg für Niedersachsen, ein großer Erfolg für Europa.

Wir begrüßen, dass der Antrag nicht nur auf Austauschprogramme in der Universität und der Schule erwähnt, sondern auch verstärkt gute Programme in Ausbildungen fördern möchte.

Denn genau dort müssen diese Programme noch mehr beworben werden und zum Zuge zu kommen.

Keine gesellschaftliche Gruppe darf vernachlässigt werden.

Gesellschaftlicher und finanzieller Benachteiligung müssen wir stoppen.

Der europäische Austausch muss in der Jugendarbeit eine Selbstverständlichkeit werden, damit die Begeisterung der jungen Menschen konstruktiv für internationale Begegnungen genutzt werden kann.

Und zuletzt brauchen wir mehr europäisches Geld und weniger Bürokratie.